Pino 3.0 medium (Segler) von PCM

22.12.2018

aktuell erschienen in FMT 01.2019

Leserfrage

Hi Frank,
Meine Frage an dich wäre zum Pino 3.0, den du ja getestet hast: ist der Flieger leitungsmäßig mit den modernen F3B-Maschinen vergleichbar (bei theoretisch gleichem Gewicht, also ballastiert) oder ist sein Vorteil hauptsächlich der Gewichtsvorteil? Der 2.5er ist ja herrlich wendig und geht auch bei leichten Bedingungen, wird allerdings nicht so schnell wie ein F3Bler. Bist du insgesamt begeistert vom 3.0, oder würdest du z.B. einen Avatar vorziehen?

Antwort

Ob das nun Avatar, Freestyler, Pike Precision-2 oder ein anderer ist, alle haben gemeinsam, dass sie für die Wettbewerbsaufgabe F3B konstruiert sind. Daraus ergibt sich neben der besonderen aerodynamischen Auslegung auch eine sehr hohe Anforderung an die Festigkeit. Sie müssen den extremen Hochstart an der Winde mit abschließendem "Schuss" aushalten. Und das voll aufballastiert auf um 4.000 g.

Anders der Pino 3.0. Mit seinen rund 1.700 g kann er bei nahezu gleicher Spannweite und höherer Streckung nicht diese Festigkeit für extrem hohe Belastungen haben. Was jetzt nicht heißt, dass man ihn an der Winde gar nicht belasten kann. Aber eben nicht ganz so heftig. Durch sein geringeres Gewicht ist er natürlich besser in der Thermik. "Leicht steigt" und leicht lässt sich enger und wendiger kreisen.

Für mich stellt sich nicht die Frage, ob der Pino 3.0 der bessere oder alternative F3B-Segler ist. Der Pino 3.0 ist eine andere Kategorie. Er kommt beim Thermikfliegen und bei schwächeren Bedingungen am Hang zum Einsatz. Und wenn ich mir einen Startplatz erwandern muss, ist er leichter im Rucksack und hat dennoch Potential für viel Spaß (auf 2.000 g aufballastiert).

Ein F3B-Segler fängt bei ca. 2.100 g erst an und kann - wie gesagt - auf bis zu 4.000 g aufballastiert werden. So kann er selbstredend auch noch viel schneller geflogen werden.

Mein Avatar hat einen Motor. Er fliegt genial und wird dann genommen, wenn ich eine Rückkehrhilfe haben oder universell unterwegs sein möchte. Alternativ greife ich zu meiner Kombi antriebsloser Segler: Pino 3.0 und Freestyer-3.

Ja, ich bin insgesamt sehr begeistert vom Pino 3.0.

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