Das perfekte Tesascharnier

22.11.2018

Diese Methothode habe nicht ich erfunden. Aber dem mir unbekannten Erfinder sei Dank, sie ist genial. Ein solches Tesa-Scharnier hält ewig. Es entsteht kein Wulst in der Scharnier-Linie. Dämpfungsfläche und Ruderklappe können sich in der Höhe nicht verschieben - vorausgesetzt man hat sauber montiert. Bei der Anlenkung mit Schnur und Feder im Leitwerk geht es fast nicht anders.

Ich verwende zur Herstellung des Scharniers drei Hände (oder Hilfsmittel) und Tesafilm in einer Breite von 12 mm. Das ist vollkommen ausreichend.

© 2018 - Frank Schwartz, alle Rechte vorbehalten

Schematische Zeichnung in der Seitenansicht: So soll das Endergebnis aussehen. Blau und Rot werden in der Senkrechten miteinander verklebt - Klebefläche auf Klebefläche. Achtung: Würde man Rot oben auf die Dämpfungsfläche kleben, funktioniert das System nicht!

Zuerst wird ein schmaler Streifen Tesa-Film (rot) mit der Klebeseite nach oben auf eine Unterlage geheftet. Diesen Streifen deutlich länger als die Ruderklappe machen. Idealerweise liegt er entlang einer geraden Linie, damit er gerade gelegt werden kann. Nun wird ein zweiter Tesastreifen (blau) mit der Klebeseite nach unten aufgelegt. Die Linie dient als Orientierung. Die Überlappung ist so breit, wie die Endleiste der Dämpfungsfläche dick ist. Wenn es minimal mehr ist, ist nicht so schlimm.

Das Verkleben mit Ruderklappe und Dämpfungsfläche erfolgt beim Höhenleitwerk im "Rückenflug". Mit der Spitze wird die Ruderklappe angesetzt ...

... und die Oberseite der Klappe auf die Klebefläche gedrückt. Jetzt sollten die Überstände des Tesafilms rechts und links der Klappe abgeschnitten werden.

Das Tesa-Scharnier wird nun nach oben gelappt. Bei Bedarf kann man es auch noch weiter, über die Unterseite der Ruderklappe umlegen legen (dort klebt nichts) und fixieren.

Die Dämpfungsfläche wird nun ganz bis an die Klappe herangeführt. In der Regel beschwere ich beide Teile mit Gewichten, damit sie nicht verrutschen.

Nun wird das überstehende Scharnier (Tesa) mit seiner Klebefläche auf die Unterseite der Dämpfungsfläche gebracht und angedrückt. Vorsichtig an der Knickstelle beginnen, damit es schön stramm sitzt. Bevor ich das Leitwerk nun umdrehe, fixiere ich Dämpfungsfläche und Klappe mit zwei, drei Streifen Krepp, damit sie dicht beieinander liegen bleiben.

Beim umgedrehten Leitwerk (nun in "Normalfluglage") drückt die Ruderklappe jetzt nach unten. Mit ein paar Gewichten bringt man das Leitwerk ganz einfach wieder flach auf das Baubrett. Nun wird ein weiterer Streifen Tesafilm (grün) von oben über die ganze Spannweite des Leitwerks aufgeklebt. Fertig.

Endmontage am Beispiel MAD-R.E.S. Krepp auf der Unterseite sorgt dafür, dass die Ruder-Klappe dicht anliegt. Gewichte drücken das Leitwerk flach auf das Baubrett.

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